PUCH OPEN AIR 2016

Sa 16.07.2016 * 15:00
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85305 Jetzendorf
Deutschland

Line-Up:
STEREO TOTAL
MAIN CONCEPT
SCHNIPO SCHRANKE
ADRIAN SHERWOOD / ON-U-SOUND-SYSTEM
KLAUS JOHANN GROBE
KRAUT&RUHM
BOB&MAC & THE WELCOME REFUGEES


VVK: 25,00 Euro
AK: 30,00 Euro



Beschreibung zur Veranstaltung:
STEREO TOTALViel muss man im Jahre 2016 zu Stereo Total eigentlich nicht mehr sagen. Für jene jedoch, deren Ohren bei der Erwähnung des Namens tatsächlich noch nicht in freudiger Erwartung klingeln, einige einleitende Worte: Francoise Cactus und Brezel Göring trafen sich irgendwann im Frühjahr 1993, als sie mit ihren Einkaufswägelchen im Supermarkt ineinBeats, dilettantischer Punkrock oder plätscherndes Easy Listening – sie nehmen von allem ein bisschen und von dem bisschen das Beste – wobei auch das Beste bloß vom Standpunkt des Betrachters abhängt. Dieses Jahr haben sie wieder zugeschlagen und mit ihrem Album „Les Hormones“ ein Werk geschaffen, dass die Venues ihrer Tour füllt und jedem in den Ohren bleibt, der welche hat.
www.stereototal.de
MAIN CONCEPTIn einer Zeit, in welcher deutschsprachiger Rap noch nicht durch Ansagen auf Aggro TV und YouTube Promotion Videos in die Köpfe der Hörer transportiert wurde, betraten drei Jungs aus München die Szene. BeatmakerGlammerlicious, DJ Explizit und MC David Pe sorgten unter dem Namen Main Concept für die Etablierung von Hip Hop im Münchner Raum. Es war 1990, Rap Musik in der Bundesrepublik steckte seinerzeit noch in den Kinderschuhen, und obwohl die neue Kunstform bereits weltweit für Aufruhr sorgte, schrieben die meisten MCs in Deutschland ihre Texte noch in Englisch, der Muttersprache des Rap. So auch David Pe, der aber relativ schnell erkannte, dass seine reflektierten Rhymes mehr Gehör fanden, wenn er sie auf Deutsch verfasste. So geschehen im Jahre 1991. Seither ist viel Wasser die Isar hinunter geflossen, und Main Concept zählen nach 25jähriger Bandgeschichte noch immer zu den einflussreichsten und prägenden Protagonisten der Deutsch-Rap Szene. Touren mit den Absoluten Beginnern, MC Rene und den Homies vom Blumentopf sowie die legendären “Living Large” Jams in der Muffathalle sind nur ein paar kleine Auszüge aus einer beeindrucken Bandkarriere, die auch im Jahr 2016 weiterhin auf vollen Touren rollt. Man darf unumwunden behaupten, dass die Jungs zu den wichtigsten Wegbereitern von “Hip Hop Made in Germany” gehören, und ihr 2015 erschienenes Album verortet das Sendungsbewusstsein der Urgesteine, wo es hingehört – im “Hier und Jetzt”. Wir freuen uns sehr, dass wir sie für einen einzigartigen Live Jam für das PUCH Festival gewinnen konnten.
www.58beats.com/mainconcept
SCHNIPO SCHRANKE“Ne Kurze und ne Kranke, zwei Peanuts, ein Gedanke“ – SchnipoSchranke zählen spätestens seit ihrem Debütalbum “Satt”, welches im Herbst letzten Jahres veröffentlicht wurde, zu den großen Hoffnungen der deutschen Alternativ-Pop Szene. Der Bandname fiel den beiden quasi beim gemeinsamen Kurt Krömer gucken in den Schoß, und ist letzten Endes nichts anderes als eine humorvolle Abkürzung für “Schnitzel mit Pommes, Ketchup und Mayo”. Friederike Ernst und Daniela Reis, Jahrgang 1989, lernten sich an der Musikhochschule in Frankfurt kennen, begriffen schnell ihren Fremdkörper-Status an Cello und Violine, und beschlossen fortan, der klassischen Musik den Rücken zu kehren und nur noch Melodien für Millionen zu schreiben, Popstars zu werden und sitzend Karriere zu machen. Was bis zu diesem Tag hervorragend funktioniert, denn auch der Münchner Milla Club war beim Konzert der beiden restlos ausverkauft und das riesige Gedränge beim BR Puls Festival verdeutlicht nachdrücklich, dass Pop in Deutschland eine existentielle Bedeutung hat. Lieder von Liebe und Lieben, Melodien von Schrecken und Schönheit, in denen sich Fäkalsprache mit zarten Harmonien vereint – Schnipo Schranke schaffen Großes und ziehen mit ihrer Mischung aus 80er Elektronik und 70er Orgeln täglich mehr Menschen in ihren musikalischen Mikro-Kosmos. Ein Klavier, ein Schlagzeug und zwei wunderbare Stimmen sind das Set Up für die beiden Ausnahmekünstlerinnen, die die Puch-Besucher in Psychedelik und Erhabenheit schubsen werden.
www.facebook.com/SchnipoSchranke/timeline
ADRIAN SHERWOOD / ON-U-SOUND-SYSTEM Es ist Puch 2016 und Adrian Sherwood ist noch immer “At The Controls”. Dies ist der Titel seiner zweiteiligen Werkschau, die seit kurzem in gut sortierten Plattenläden erhältlich ist, und die eine mittlerweile über 35 Jahre andauernde Karriere beeindruckend katalogisiert. Sherwood gründete sein Label On-U Sound 1979 in den Nachwehen der Post Punk Bewegung und entledigte sich zu aller Erst alter Rock ‘n’ Roll ‘Konventionen: DIY war das Gebot der Stunde, auch wenn dies bedeutete, wenig Geld zu haben und mit einem alten klapprigen Van durch die Gegend zu fahren und die Platten direkt aus dem Fahrzeug zu verkaufen. Produktionen für Prince Far I und CreationRebel setzten erste Ausrufezeichen für das, was in Zukunft noch kommen sollte. Sherwoods visionäre Arbeitsweise lockerte das Punk-Korsett von Bands wie den Slits oder Marc Stewarts Pop Group, verschaffte ihrem Sound einen charakteristischen Vibe im Stile jamaikanischer Dub Produktionen. Schon seit den Gründungstagen von On-U Sound war Sherwood von den Möglichkeiten elektronischer Musik, aber auch von afrikanischen Percussions und abstrakten New Wave Elementen fasziniert. Künstler wie African Head Charge, Lee “Scratch” Perry oder auch The Mothmen waren nonkonformistische Leitbilder einer neuen Klangkultur, die auch in der Gegenwart zu beeindrucken weiß- nicht umsonst werden dieser Tage ihre wichtigsten Alben wiederveröffentlicht. Er selbst ist kein Nostalgiker, denn sich der Zusammenarbeitet mit neuen Künstlern zu verweigern, bedeute für Sherwood den „kreativen Tod“. Und so produzierte er in den letzten Jahren von der Kritik hochgelobte Alben mit dem BristolerDubstep-Pionier Pinch, arbeitete mit The Bug und fungierte zuletzt als Produzent für das japanische Trio Nisennenmondai. Zweifelsohne eine der wichtigsten Figuren für die Entwicklung des Dubs, aber auch Depeche Mode und Coldcut, Primal Scream und Nine Inch Nails ließen ihre Produktionen von Sherwood veredeln und remixen. Nach seinen grandiosen Perfomances in der Roten Sonne freuen wir uns auf seine Dub Vibes unter freiem Himmel auf dem PUCH-Festival. Was ihr draus macht? Well, It’s On-U !!
www.facebook.com/adriansherwoodofficial
KLAUS JOHANN GROBESchon seit den Anfangstagen gehört es sprichwörtlich zum “guten Ton” des Puch Festivals, dass das Line Up eine homogene Mischung aus etablierten Bands und Underground Newcomern umfasst. Zu letzteren zählt derzeit noch das Duo Klaus Johann Grobe, doch wir sind uns sicher, dass spätestens nach dem Puch Gig einer weltweiten Karriere nichts mehr im Wege steht. Aber Scherz beiseite, die beiden Eidgenossen bringen mit ihrem Dance-Kraut-Derivat frischen Wind in die Elektronika – Szene: No New York meets Can meets Stereolab. Ihre virtuosen Live – Auftritte stießen die UK Kraut Landschaft bereits in psychedelische Verzückung, und es sieht ganz danach aus, als würden die beiden vor nichts halt machen, um auch noch den Rest der Welt mit ihrer Krautrock 2.0 Version zu unterwerfen. “Spagat der Liebe” lautet der Titel ihres aktuellen Albums, ein elektrofreakiges Meisterwerk, das den Hörer in einen hypnotischen Sog zieht und nachhaltig zum Tanzen verführt. Die internationale Presse ist sich einig: Klaus Johann Grobe sind der Shit, und der Musikexpress betitelte sie gar als Piloten einer “Krautrock-Rakete, die diese olle Welt mit all ihren Tricks und Posen hinter sich lassen wird”. Selbst das Pitchfork Magazin ließ sich zu Lobeshymnen hinreißen und konstatierte, dass “ihre Grooves trotz der sprachlichen Barrieren infektiös und universell” sind. Wir freuen uns auf einem Rhythmus getriebenen Gig, der allen Besuchern sicherlich noch lange im cerebralen Kortex anhaften wird.
http://klausjohanngrobe.ch


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Eintrag vom: 18.06.2016